Neue Ausstellung des Umweltamtes im ui-UmweltInformationsZentrum
Eine neue Ausstellung des Umweltamtes im ui-UmweltInformationsZentrum (Dominikanerstraße 2) informiert seit heute, wie man richtig heizt und dabei das Klima schützt.


Energiesparend heizen, das geht alle etwas an: Egal ob Studentenbude, Drei-Zimmer-Küche-Bad oder Einfamilienhaus. Tun können sowohl Mieter als auch Eigentümer etwas. Was sich tun lässt und an wen man sich bei Fragen zum richtigen Heizen und Lüften in Mainz wenden kann, zeigt die neue Ausstellung im UmweltInformationsZentrum. Das ui ist die erste Anlaufstelle für Mainzer Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Energiesparen“ mit fachkundiger Beratung und kostenlosen Informationsmaterial.
Die Steigerung der Energieeffizienz beim Heizen von Wohnraum bringt derzeit den meisten Klimaschutz pro investierten Euro. Mit anderen Worten, beachtet man beim Heizen ein paar wesentliche Dinge und investiert man in die richtige Dämmung und Technik, verbraucht man weniger Energie, das wiederum schont das Klima und den Geldbeutel. Selbst kleinste Veränderungen der eigenen Lüftungs- und Heizgewohnheiten machen sich schon positiv bemerkbar. Die Ausstellungsplakate erläutern sinnvolle Maßnahmen, wie sich der Heizenergieverbrauch reduzieren lässt, und sie geben Hinweise auf Einsparpotenziale. Begleitendes Informationsmaterial liegt zur Mitnahme aus.
Die Ausstellung des Umweltamtes ist den ganzen Januar über im Umweltinformationszentrum zu sehen!

ui-UmweltInformationsZentrum der Landeshauptstadt Mainz
Dominikanerstr. 2
55116 Mainz
Telefon: 0 61 31 / 12-21 21
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10.00 - 18.00 Uhr und Sa. 10.00 - 14.00 Uhr

Und hier ein paar konkrete Tipps:
Wärme nach Maß
Auch wenn es bequem ist: Sich im Winter in der Wohnung tropische Temperaturen zu gönnen, das kann richtig teuer werden. Zu überlegen ist, ob die Heizung nicht ein wenig heruntergedreht werden kann: Denn jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent an Heizenergie. Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 Grad. In den anderen Räumen darf es weniger sein. In der Küche heizen Herd und Kühlschrank mit und im Schlafzimmer reichen 17 Grad für einen behaglichen Schlaf.

Heimliches Dauerlüften vermeiden
Fugen und Ritze können ohne Aufwand mit Dichtungsprofilen oder Zugluftstoppern geschlossen werden. Unangenehme Zugluft ist damit passé.

Ganz oder gar nicht
Richtig heizen bedeutet auch richtig lüften. Und wenn es ums Lüften geht, gilt: besser ganz – oder gar nicht! Gekippte Fenster sind Energiefresser. Sie sorgen kaum für Luftaustausch, sondern kühlen nur die Wände aus. Richtiges Stoßlüften spart dagegen viel Energie und unterstützt die Gesundheit, denn zu wenig Feuchtigkeit im Raum trocknet die Schleimhäute aus, zu viel begünstigt gerade an kalten Wänden Schimmelpilze. Deshalb: In den Monaten November bis Februar besser mehrmals täglich für vier bis sechs Minuten Stoßlüften.
Oder man überlässt das Lüften einer Lüftungsanlage: Sie transportiert ganz automatisch mit Hilfe von Ventilatoren die Zu- und Abluft und sorgt damit für den wichtigen Luftaustausch. Bei einer Anlage mit Wärmerückgewinnung wird die Wärme aus der Abluft über einen Wärmetauscher auf die Zuluft übertragen. So geht besonders wenig Wärmeenergie verloren.

Ein Blick, der lohnt
Die Heizung ist ein komplexes System mit vielen technischen Einzelteilen: Kessel, Pumpen, Regler, Thermostatventile und Heizkörper. Fachleute schätzen, dass man bei 80 Prozent aller Anlagen Fehler in der Abstimmung der Komponenten finden kann. Mit der richtigen Einstellung könnten zwischen 15 und 30 Prozent Energie eingespart werden. Da lohnt ein Blick vom Fachmann! Beispielsweise die Durchführung eines „hydraulischen Abgleichs“ kann zu erheblichen Einsparungen führen. Beim hydraulischen Abgleich“ wird dafür gesorgt, dass jeder Heizkörper die richtige Menge an Wasser erhält.

Lohnende Investition im Heizungskeller
Hocheffizienzpumpe einbauen und sparen: Alte Heizungspumpen verursachen bis zu 20 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Hauses. Der Einsatz einer modernen, hocheffizienten Pumpe rechnet sich binnen weniger Jahre. Wegen des hohen Einsparpotenzials ist die Investition in ein Modell der Energieeffizienzklasse A selbst dann lukrativ, wenn die alte Pumpe noch gar nicht defekt ist.

Es kommt auf die richtige Einstellung an
Die Betriebszeiten der Heizung können mit Hilfe von Regelungseinheiten, wie beispielsweise Zeitschaltuhren, individuell dem jeweiligen Bedarf angepasst werden. Das Absenken der Raumtemperatur auf 15 Grad während der Nacht, kann auch tagsüber genutzt werden, wenn niemand zu Hause ist. Mittels einer elektronischen Regelung können die Heizzeiten und die gewünschten Temperaturen in jedem Raum unterschiedlich programmiert werden.


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