Bei der aktuellen Besucherbefragung durch das Institut für Handelsforschung aus Köln schneidet die Stadt Mainz gut ab. Sitte: „Ansporn die Attraktivität weiter zu steigern“. Bei der aktuellen Befragung haben die Besucher der Mainzer Innenstadt für die Gesamtattraktivität die Schulnote gut (2,4) gegeben.

Diese Beurteilung erfolgte gleichermaßen von Mainzern wie von auswärtigen Besuchern. Die jüngeren Besucher (unter 25) geben dabei eine leicht bessere Note als die über 25-Jährigen ab. Im Einzelnen bekommen das Gastronomie-, Dienstleistungs-, und Freizeitangebot noch bessere, in Richtung glatter 2 tendierende Noten. Der Einzelhandel hat die gleiche Note wie das Gesamtergebnis (Note 2,4). Insgesamt sagt den Besuchern das Flair der Stadt zu (Note 2,3). Besonders die Lebendigkeit der Innenstadt gefällt ihnen (Note 2,0). Und sie fühlen sich hier sicher (Note 2,1). Die Sehenswürdigkeiten werden fast genauso gut benotet (Note 2,2). Bewegen sich die Noten für Mainz bei den meisten Fragen in einem Ortsgrößendurchschnitt, hebt sich die Stadt, gerade was die beiden letzten drei Punkte betrifft, deutlich positiv vom Durchschnitt der Vergleichsstädte ab.
Die Befragung wurde in 121 Städten in Deutschland an zwei gleichen Tagen im September 2016 durchgeführt. Initiator und Organisator ist das Institut für Handelsforschung in Köln. In Mainz, wo rund 800 Interviews geführt wurden, hat der Einzelhandelsverband Mittelrhein-Rheinhessen-Pfalz e.V. zusammen mit der Werbegemeinschaft des Einzelhandels e.V. mit Unterstützung der Landeshauptstadt Mainz die Organisation der Befragung vor Ort beauftragt und betreut. Die Vorsitzenden Jan Willenberg-Sebastian und Martin Lepold freuen sich zusammen mit dem Stadtentwicklungsdezernenten Christopher Sitte über das insgesamt gute Abschneiden in dieser vergleichenden Befragung. Für sie ist es gleichzeitig Ansporn und Anhaltspunkt, die Attraktivität weiter zu steigern. Christopher Sitte: „Die Befragungsergebnisse zeigen uns, dass wir in Mainz für die Innenstadt und die innenstädtischen Nutzungen, insbesondere den Einzelhandel die richtigen konzeptionellen Wege gehen. Ich möchte an dieser Stelle allen Akteuren, die sich für die Innenstadt, deren Ambiente und deren Nutzungsvielfalt einsetzen, danken. Die wirtschaftliche Dynamik erlaubt uns nicht, uns zurückzulegen, deshalb wird dieses Engagement weiterhin unabdingbar sein.“
Denn die Studie machte wieder deutlich, dass der Online-Handel ein ernsthafter Wettbewerber geworden ist, den die befragten Besucher von Mainz ebenfalls schätzen. 67,2% kaufen auch im Internet ein, was jedoch bislang nur bei 19,2 % zu einer geringeren Häufigkeit des Innenstadtbesuchs geführt hat. Bei den Vergleichsstädten ist diese Quote mit 22,1% etwas höher.
Die Befragung zeigt auf, wo die Stadt noch besser werden könnte. Leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtnote werden die Gebäude und Fassaden (Note 2,6), die Sauberkeit (Note 2,6) und die Ausstattung bzw. Möblierung (Note 2,7) bewertet. Allerdings, so Stadtentwicklungsdezernent Sitte, liegt Mainz auch hier über dem Ortsgrößendurchschnitt der Vergleichsstädte.
Die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird in Mainz wie in den Vergleichsstädten mit der Note 1,9 bewertet. 45,3 % der Befragten sind damit in die Stadt gefahren. Die Erreichbarkeit mit dem PKW bekommt jeweils noch eine 3-plus. Er wird auch nur noch von 29,2% der befragten Besucher benutzt. Wie in allen Vergleichsstädten erhalten die Parkmöglichkeiten in Mainz eine 3-minus. Leider wurde nicht differenziert, ob jeweils die Höhe der Parkgebühren, das Parkleitsystem oder die Quantität der Parkplätze diese Bewertung verursachen. Zusammengenommen weisen aber alle Städte der vergleichbaren Größenordnung in ähnlicher Art dieses für Mainz einzige Manko auf.

mainz.de

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