SportlerehrungZahlreiche Ikonen und Siegertypen bei großer Polizeisportlerehrung in Mainz. Illustrer Kreis mit einem verrückten Huhn. Zahlreiche Ikonen und Siegertypen bei großer Polizeisportlerehrung in Mainz
Sechs amtierende Olympiasieger, zig Welt- und Europameister und unzählige Deutsche Meister. Es war ein illustrer Kreis, der sich am Donnerstagabend bei der Polizeisportlerehrung 2015 im Mainzer Favorite Parkhotel die Ehre gab.

Unter den Geehrten waren mit Bahnsprint-Olympiasiegerin Miriam Welte aus Otterbach bei Kaiserslautern und Marathonläuferin Sabine Schmitt aus Mainz auch zwei Rheinland-Pfälzerinnen.
Voll des Lobes ob der herausragenden Leistungen der Polizeibeamtinnen und -beamten des Bundes und der Länder waren Roger Lewentz, Vorsitzender der Innenministerkonferenz und rheinland-pfälzischer Sportminister, sowie Karin Augustin, Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. In insgesamt fünf Kategorien wurden die besten Sportlerinnen und Sportler sowie die erfolgreichsten Mannschaften des Sportjahres 2014 geehrt.
Miriam Welte und Kristina Vogel, Teamsprint-Weltmeisterinnen 2014, belegten den zweiten Platz bei den Mannschaften – hinter der Polizei-Fußball-Auswahl der Männer und vor den Marathon-Frauen (beide Polizei-Europameister). Und Vogel plauderte im Gespräch mit Moderator Holger Wienpahl mit dermaßen lockerer Zunge aus dem Nähkästchen, dass sich das Publikum köstlich amüsierte. „Kristina ist das verrückte Huhn von uns – ich bin die, die ein bisschen sachlicher ist“, erläuterte Welte schmunzelnd. „Aber es funktioniert gut zwischen uns beiden. Wir haben ein gemeinsames Ziel und schaffen es, perfekt zusammenzuarbeiten. Durch Platz vier bei der WM haben wir vielleicht jetzt ein kleinen Wachrüttler bekommen – wir werden einiges im Training fokussieren und anders machen und hoffen, dass es noch einmal klappt mit einer Olympia-Medaille.“
Sabine Schmitt, Vize-Polizeieuropameisterin über die Marathon-Distanz, landete bei den Frauen ohne Sportförderung auf dem dritten Platz hinter ihrer Marathon-Kollegin Rike Westermann (Nordrhein-Westfalen) und Triathlon-Polizei-Europameisterin Julia Kuhl (Hamburg). Bei den Männern ohne Sportförderung machte der aus der Pfalz stammende Weltklasse-Duathlet und -triathlet Daniel Mannweiler (Bund) das Rennen vor dem deutschen Crosslauf- und Halbmarathon-Meister Manuel Stöckert (Bayern) und Tennis-Senioren-Weltmeister Marc Leimbach (Hessen), bei den Frauen mit Sportförderung Rodel-Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger vor Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt und Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel (alle Bund) und bei den Männern mit Sportförderung Rodel-Doppel-Olympiasieger Felix Loch vor Rodel-Doppel-Olympiasieger Tobias Arlt und Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel (alle Bund). In den Genuss einer Sonderehrung kamen 3.000-Meter-Hindernis-Europameisterin Antje Möldner-Schmidt (Bund) und Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Niedersachsen). Zum besten deutschen Polizeisportler 2014 wurde Rennrodel-Ass Natalie Geisenberger gekürt.
Aus zahlreichen Vorschlägen hatte der Fachausschuss des Deutschen Polizeisportkuratoriums (DPSK) eine Vorauswahl getroffen, die Polizeibeauftragten des Bundes und der Länder hatten dazu ihr Votum abgegeben. „Sie sind alle Aushängeschilder, Ikonen und Siegertypen – sie repräsentieren die Polizei auf großartige Weise, sie tragen den Sport in die Welt hinein und sind wirklich Vorbilder auch für junge Menschen, ihnen nachzueifern und Sport mit Begeisterung zu betreiben“, schwärmte LSB-Präsidentin Augustin und sprach von einer „großartigen Symbiose von Sport und Polizei“, die man bei einer Veranstaltung wie dieser eindrucksvoll erleben könne. Minister Lewentz erinnerte daran, dass bei der Landessportlerwahl in sämtlichen Kategorien Polizisten vorne gewesen seien. Dass neben Lewentz und Augustin auch nahezu das komplette Präsidium des LSB Rheinland-Pfalz bei der perfekt organisierten Ehrung mit von der Partie war, um den famosen Sportlerpersönlichkeiten ihre Anerkennung zu zollen, zeugte in den Augen des DPSK-Vorsitzenden Rigo Klapa davon, „wie fest verwurzelt der LSB mit der Polizei in Rheinland-Pfalz ist“.

Autor: Michael Heinze, Landessportbund Rheinland-Pfalz