Zwei Festnahmen bei Großkontrolle auf der Rastanlage
Hammersbach, Als vollen Erfolg wertete die Polizei eine groß angelegte Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs am Dienstag auf der Rastanlage Langenbergheim an der Autobahn 45. Neben Beamten des hiesigen Polizeipräsidiums waren auch Fachkräfte von Zoll, Landratsamt und des Regierungspräsidiums dabei.

Den knapp 90 eingesetzten Fahndern gingen bei der rund 13-stündigen Aktion unter anderem zwei slowakische Fernfahrer ins Netz, bei denen der Verdacht besteht, dass nicht nur ihre Ausweispapiere, sondern auch ihre Führerscheine gefälscht waren. Auf die beiden Männer wurden die Beamten aufmerksam, weil bei der Überprüfung des Kontrollgeräts, welches die Lenk- und Ruhezeiten aufschreibt, offenbar manipuliert worden war. Da aufgrund der gefälschten Papiere der Verdacht eines illegalen Aufenthalts besteht, ordnete die Hanauer Staatsanwaltschaft die Festnahme der beiden Männer an; zudem stellte die Polizei ihren Sattelzug sicher, um das Kontrollgerät näher zu untersuchen. Bei einem Tiertransporter mit Zwischenboden bemängelten die Ordnungshüter, dass die oben befindlichen Vierbeiner zu wenig Platz hatten. Daher musste der Fahrer an einer geeigneten Stelle einen Teil der Rinder ausladen und für eine ausreichende Höhe sorgen. Erst dann durfte er die Weiterfahrt antreten. Insgesamt stoppten die Ordnungshüter 123 Fahrzeuge und überprüften 154 Personen. Neben acht Strafanzeigen wurden 23 Ordnungswidrigkeiten überwiegend wegen technischer Mängel oder Überschreitung der Lenk- und Ruhezeiten erstattet. Acht Fahrern wurde die Weiterfahrt zunächst untersagt. Die Kontrollen sollen auch künftig durchgeführt werden.

Auseinandersetzung im Schloßpark, Zeugen gesucht
Hanau, Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag, um die Mitternachtsstunde, eine Auseinandersetzung im Schloßpark mitbekommen haben, an der mehrere Personen beteiligt waren. Nach ersten Erkenntnissen soll eine etwa 20 Jahre alte Frau von zwei bis drei Jugendlichen geschlagen worden sein. Ein 21-Jähriger, der dies mitbekommen hatte, eilte zur Hilfe. Bei seinem Einschreiten wurde er aber von einem der Kerle mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass er zu Boden ging. Plötzlich sei der Helfer von mehreren Personen umstellt und noch mal geschlagen und getreten worden. Als die Gruppe, die im jugendlichen Alter gewesen sein soll, von ihm abließ, sei ein unbekannter Spaziergänger hinzugekommen. Der Mann half dem Verletzten, der einen Nasenbein- und einen Augenhöhlenbruch sowie mehrere Prellungen erlitt, auf und ging dann weiter. Der Passant, aber auch die junge Dame werden gebeten, sich auf der Wache am Freiheitsplatz unter der Rufnummer 06181 100-611 zu melden.

In Leitplankenspitze gekracht
A45/66, Langenselbolder Dreieck, Einwohner von Langenselbold und Erlensee könnten am frühen Mittwochmorgen vom Polizeihubschrauber aus dem Schlaf gerissen worden sein. Grund für den Einsatz des "fliegenden Auges" war ein Unfall, der sich gegen 4.10 Uhr an der Spitze des Langenselbolder Dreiecks ereignet hatte. Dort war ein Mercedes, vom Hanauer Kreuz her kommend, genau in die Spitze der Leitplanken gerauscht. Möglicherweise hatte sich der Fahrer nicht entscheiden können, ob er in Richtung Fulda oder Gießen weiterfahren sollte. Der 420er überflog die Schutzplanke und krachte in der nachfolgenden Böschung in eine Baumgruppe. Vor Ort traf die alarmierte Polizei auf zwei Männer als Insassen des Mercedes, die zunächst als Fahrer einen jungen Mann angaben, der zu Fuß in die Feldgemarkung Richtung Erlensee abgehauen sei. Schon kurz nach Beginn der umgehend eingeleiteten Suche mit Hubschrauber-Unterstützung stellte sich am Unfallort heraus, dass nur die beiden angetroffenen Männer im Wagen gesessen haben konnten. Als mutmaßlichen Fahrer sieht die Polizei nun einen 42-jährigen Mann aus Hasselroth an, der sich bei dem Unfall leicht am Bein verletzte. Ein erster Test ergab bei dem Probanden einen Alkoholwert von deutlich über einer Promille. An dem als Totalschaden bewerteten Mercedes sowie an der Leitplanke entstand ein Gesamtschaden von etwa 20.000 Euro. Zeugen des Unfalls melden sich bitte bei der Autobahnwache Langenselbold (06183 91155-0).

Bus rutscht in den Graben
Gründau, Glücklicherweise nur mit dem Fahrer war ein großer Reisebus besetzt, der am Dienstagnachmittag im Graben landete. Der 37 Jahre alte Mann aus Büdingen geriet mit seinem Fahrzeug gegen 14.20 Uhr auf der Landesstraße 3271 zwischen Breitenborn und Wittgenborn seitlich auf die Bankette und verlor hierdurch die Kontrolle über den Bus. Der Setra kam von der Fahrbahn ab, streifte anschließend mehrere Bäume und blieb dann in der Böschung stehen. Sein Fahrer blieb bei dem Unfall ohne Verletzungen, allerdings wird der Sachschaden auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

Falsche Spendensammler
Bruchköbel, Polizeioberkommissarin Silke Rübmann vom Polizeiposten in Bruchköbel warnt vor falschen Spendensammlern. In den letzten Tagen sollen Jugendliche vor Einkaufsmärkten und anderen Geschäften als solche aufgetreten sein. Sie hätten Passanten angesprochen und unter anderem angegeben, dass sie im Auftrag von bestimmten Schulen Geld für Obdachlose sammeln würden. Silke Rübmann berichtet: "Am Samstagvormittag waren zwei Mädchen mit einer Unterschriftenmappe vor einem Discounter an der Römerstraße aufgefallen, die für Mittelose sammeln würden. Die Ermittlungen haben ergeben, dass von keiner Schule eine entsprechende Spendensammlung in Auftrag gegeben wurde." Polizeioberkommissarin Rübmann rät: "Spenden Sie nur dann, wenn sich die Spendensammler ausweisen können und ein offizielles Schreiben der betreffenden Institutionen mitführen."

Zeuge meldet Umweltdelikt
Heusenstamm, Einen für die Umwelt gefährlichen Ölwechsel sollen am Mittwochmorgen in der Straße "An den Herrnäckern" drei junge Männer vorgenommen haben. Gegen 7.30 Uhr alarmierte ein aufmerksamer Zeuge die Polizei, dass im Einmündungsbereich Seligenstädter Grund Öl ins Erdreich gelassen wird. Als die Polizeibeamten auf dem Baustellengelände eintrafen, waren keine Personen mehr da. Allerdings stellten sie fest, dass Altöl in eine Baugrube abgelassen worden war. Die Feuerwehr musste dank ihres schnellen Eingreifens nur gut 30 Liter Erdreich ausheben. Die Untere Wasserbehörde wurde verständigt. Die weiteren Ermittlungen ergaben schnell, dass offensichtlich drei Männer den illegalen Ölwechsel aus einem Ford Fiesta durchgeführt hatten. Die Brüder im Alter von 22, 24 und 26 Jahren müssen sich nun einem Strafverfahren wegen Bodenverunreinigung sowie unerlaubtem Umgang mit Abfällen stellen. Das Fachkommissariat 23/24 der Offenbacher Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

Autoknacker in Bürgel zugange
Offenbach, Drei BMW-Fahrzeuge standen in der Nacht zum Dienstag im Visier von Autoknackern, die in Bürgel ihr Unwesen trieben. An den Autos, die allesamt am Rand der Brandenburger Straße im Bereich der Stauffenstraße standen, wurde jeweils eine Scheibe eingeschlagen und anschließend das Innere durchstöbert. Bislang wurde nur festgestellt, dass den Tätern ein Ladekabel für ein iPhone in die Hände gefallen ist. Die Kripo (Telefon 069 8098-1234) ermittelt gegen die Automarder und bittet um Hinweise.

Navis und Airbags geklaut
Mühlheim-Lämmerspiel, Als teilweise ausgeweidet meldeten am Dienstagmorgen drei Autobesitzer aus Lämmerspiel ihre Fahrzeuge bei der Polizei. Schuld daran waren Automarder, die sich während der davor liegenden Nacht über die Autos hergemacht und sowohl die Navis als auch die Lenkrad-Airbags herausmontiert hatten. Bei den Karossen handelt es sich um zwei BMW und einen Mercedes, die am Rand der Stauffenberg-, der Kolping- und der Edith-Stein-Straße abgestellt waren. Hinweise auf die Autoknacker nimmt die Offenbacher Kripo (069 8098-1234) entgegen.


Polizeipräsidium Südosthessen