Gewässerverunreinigung im Schiersteiner Hafen
Wiesbaden (ots) - Am Samstag, den 08.08.2015, wurde gg. 18:10 Uhr die Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden über eine Gewässerverunreinigung im Schiersteiner Hafen informiert. Als Verursacher konnte ein Arbeitsboot des WSA Schierstein ermittelt werden. Auf diesem Arbeitsboot befindet sich ein ca. 20t Kettenbagger dessen Dieselkraftstofftank offenbar undicht war.

Aus dem ca. 390 Liter fassenden Kraftstofftank war eine noch unbekannte Menge an Diesel zuerst auf das Schiffsdeck und dann über die Bordwand in das Hafenbecken gelaufen. Hier dehnte sich der Diesel auf der Wasseroberfläche fast über die gesamte Steganlage des WSA Schierstein und in Teilen auch darüber hinaus aus. Die Verunreinigung auf der Wasseroberfläche wurde weitestgehend gg. Abtreiben und zwecks Entsorgung durch die Berufsfeuerwehr eingeschlängelt. Die Ermittlungen bezüglich eines möglichen technischen Defekts des Kraftstofftanks dauern an.

Tragischer Badeunfall, Vater und Sohn ertrinken im Rhein
Biebesheim (ots) - "Person im Rhein" wurde der Rettungsleitstelle Groß-Gerau am Freitag, 07.08.2015 um 19.53 Uhr gemeldet. Kurz darauf wurde bekannt, dass auch eine zweite Person im Rhein untergegangen sein sollte. Diese Meldung löste einen umfangreichen Rettungseinsatz aus. Nach bisherigen Ermittlungen sollen sich 2 Familien pakistanischer Herkunft mit Wohnort London, die in Deutschland Urlaub machten, mit ihren Kindern am Rheinufer befunden haben. In Höhe des Biebesheimer Campingplatzes "Rheinblick", spielten die Kinder auf einer Kiesbank im Flussbereich. Plötzlich verloren sie den Halt unter ihren Füßen und trieben ab. Ein 14 Jahre alter Junge konnte von einem Jetski-Fahrer an Land gebracht werden. Die anderen Kinder schafften es bis auf einen 12 Jahre alten Jungen selbständig wieder an Land. Der Vater des 12 jährigen bemerkte, dass sein Sohn unterging und stürzte sich ins Wasser, um das Kind zu retten. Nach Angaben eines weiteren Jetski-Fahrers sah dieser noch, dass der Mann seinen Sohn an der Hand fasste, konnte die Beiden aber nicht mehr rechtzeitig erreichen. Beide gingen unmittelbar danach unter. Bei der sofort eingeleiteten großen Suchaktion konnte gegen 22.00 Uhr eine männliche Person geborgen werden, die als der 33 Jahre alte Vater identifiziert wurde. Hierbei wurden die Wasserschutzpolizeien Hessen und Rheinland-Pfalz, ein Hubschrauber der Fliegerstaffel Polizei Hessen, die Feuerwehren Biebesheim, Stockstadt, Gernsheim, Geinsheim, Hessenaue, sowie die DLRG Gernsheim, Stockstadt, Leeheim, Nauheim und Trebur eingesetzt. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden die Suchmaßnahmen wieder aufgenommen. Mehrere Streifenboote der Wasserschutzpolizeien aus Hessen und Rheinland-Pfalz, ein Hessischer Polizeihubschrauber und die DLRG Biebesheim beteiligten sich an der Suche. Gegen 14.50 Uhr konnte eine männliche Person durch einen Taucher der DLRG Biebesheim nach vorheriger Ortung durch ein Sonarboot der DLRG geborgen werden, die mittlerweile als der vermisste 12 jährige identifiziert wurde. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.


Wasserschutzpolizeistation Gernsheim