Mutmaßliche Räuber schlugen erneut zu - Offenbach
Erneut sind zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Offenbach ins Visier der Polizei geraten, weil sie einmal mehr im dringenden Verdacht stehen, einen Straßenraub begangen zu haben. Dabei dürfte das Motiv der beiden diesmal an Frechheit kaum noch zu überbieten sein:

In einer ersten Vernehmung räumte der 15-Jährige gegenüber den Ermittlern ein, zu Wochenbeginn eine Arreststrafe wegen anderer Delikte antreten zu müssen und hierfür Geld benötigt zu haben. Am Sonntag sollen sich die Jugendlichen, gegen 16.40 Uhr, einer 87-Jährigen von hinten genähert und ihr schließlich die Handtasche entrissen haben, die sie über die Schulter gehängt hatte. Die Frau wurde zum Glück zwar nicht verletzt; sie erlitt bei dem Überfall jedoch einen Schock. Die beiden Tatverdächtigen wurden von der Polizei bei einer Fahndung dann ganz in der Nähe des Lauterborn angetroffen und zunächst zur Polizeiwache gebracht, da die Beschreibung der Räuber auf die beiden zutraf. Bei einer Durchsuchung fand man bei einem der beiden eine Geldkarte, die der Frau kurz vorher weggenommen worden war. Daher sind sich die Ordnungshüter sicher, dass es sich bei dem Duo um die gesuchten Straßenräuber handelt. Gegen die beiden Jugendlichen hatte die Polizei in Offenbach gerade einmal eine Woche zuvor ein Ermittlungsverfahren ebenfalls wegen des Verdachts des Straßenraubes eingeleitet. Dabei sollen sie am 17. November einen 19 Jahre alten Mann in den frühen Abendstunden mit einem Schlagstock bedroht und ihn aufgefordert haben, seine Taschen auszuleeren. Die damalige Beute bestand nach den bisherigen Ermittlungen zufolge gerade einmal aus einem Päckchen Tabak. Trotz ihres jugendlichen Alters haben die Verdächtigen in den letzten Jahren bereits hinreichende Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Gegen jeden von ihnen ermittelten die Beamten in über einem Dutzend Fälle, unter anderem wegen Raub, Diebstahl und Erpressung. Im aktuellen Fall machten beide umfangreiche Angaben zu den einzelnen Taten. Dabei erhielten die Ermittler auch Hinweise zu weiteren Straftaten sowie mutmaßliche Komplizen des Duos.

Der Räuber mit dem rotem Schal - Offenbach
Ein mit einem roten Schal maskierter Straßenräuber hat am frühen Sonntagmorgen in der Mainstraße eine 28 Jahre alte Frau überfallen und deren Handtasche an sich gerissen. Die Frau war gegen 5.20 Uhr in Richtung Bürgel unterwegs, als sich ihr in Höhe der Ludo-Meyer-Straße der Unbekannte von hinten näherte und nach der Tasche griff. Die Überfallene versuchte zwar ihr Eigentum festzuhalten, musste jedoch schließlich der Gewalt des Täters nachgeben. Die 28-Jährige konnte den Ganoven noch bis zum D'Orville Park verfolgen; dort verlor sie ihn allerdings aus den Augen. Sie schätzt ihren Widersacher auf etwa 19 Jahre und zirka 1,75 Meter groß. Der vermutliche Schwarzafrikaner sei schmächtig gewesen und hatte kurze schwarze Haare. In der auffälligen Handtasche, die außen einen Fellbesatz hatte, befanden sich Geld und ein Mobiltelefon. Hinweise zu dem Räuber nimmt die Kripo in Offenbach unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen.

Diebe in Baumarkt und Wohnhaus - Freigericht-Somborn
Im gleichen Zeitraum, aber jeweils am anderen Ende von Somborn passierten am Sonntagnachmittag zwei Einbrüche. Der erste ereignete sich gegen 17 Uhr in einem Baumarkt auf der Wehrweide. Dort knackten Ganoven ein Alu-Fenster auf und kletterten dann in einen Büroraum. Da sie allerdings dabei auch auf sich aufmerksam machten, mussten die Halunken ohne Beute wieder ins Freie krabbeln und dann verschwinden. Anders liegt die Sache beim zweiten Tatort in der Goethestraße. Hier gingen Langfinger zwischen 15 und 18 Uhr ein Einfamilienhaus an und hebelten das Fenster zum Schlafzimmer auf. Nach dem Einsteigen durchstöberten die Diebe alle Räume des Gebäudes und stießen dabei auf Schmuck, den sie einsackten. In beiden Fällen ermittelt die Kripo Gelnhausen (06051 827-0) und bittet um Hinweise.

Pizzafahrer beklaut - Gelnhausen-Roth
Seine Geldtasche mit den gesamten Tageseinnahmen fehlte am Sonntagabend dem Ausfahrer einer Gründauer Pizzeria. Der Mann, hatte eine telefonisch bestellte Lieferung in die Röther Wingertstraße bringen sollen und war kurz nach 20 Uhr dort gerade mit der Warmhaltebox aus seinem Wagen ausgestiegen. Plötzlich sei ein Unbekannter bei ihm aufgetaucht und habe sich sofort das auf der Box liegende Portemonnaie geschnappt, berichtete der Fahrer später der Polizei. Anschließend war der Ganove davongelaufen und von ihm noch ein ganzes Stück verfolgt worden. Der dreiste Diebstahl passierte etwa in Höhe der Hausnummern 35 und 37; die Polizei bittet nun mögliche Zeugen, die etwas von der Sache mitbekommen haben, sich auf der Gelnhäuser Wache (06051 827-0) zu melden.

Verkehrskontrolle zur richtigen Zeit - Erlensee
Beamte der Polizeistation Hanau II hatten am Sonntag den richtigen Riecher, als sie zwischen 11 und 12 Uhr eine Verkehrskontrolle an der Leipziger Straße, Höhe des Limeskreisel, durchführten. Genau zu dieser Zeit erhielten die Polizisten den Hinweis, dass zuvor ein Krad auf einem Parkplatz an der Beethovenstraße gestohlen worden sei und sich die Geschädigte zur Anzeigenerstattung auf der Dienststelle befände. So dauerte es auch nicht lange, bis sich die mit zwei Personen besetzte Piaggio der Kontrollstelle näherte. Beim Erblicken der Ordnungshüter sprangen der Fahrer und der Sozius vom Krad und flüchteten zu Fuß. Nach kurzer Verfolgung nahmen die Schutzleute die zwei 17-Jährigen fest und brachten sie zur Wache. Hier stellte sich dann heraus, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. In seiner Vernehmung räumte er den Rollerdiebstahl ein, bei dem auch sein Sozius dabei gewesen sein soll. Die beiden, die bereits wegen Eigentumsdelikten bekannt sind, müssen jetzt mit weiteren Strafverfahren rechnen. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden der Ronneburger und der Hanauer den Eltern übergeben. Das Krad nahm die Eigentümerin anschließend wieder freudestrahlend entgegen.

Alkoholisiert gegen Mauer geprallt - Biebergemünd
Mit über 1,8 Promille Alkohol im Blut ist am Sonntagabend ein 47 Jahre alter Mann aus Biebergemünd gegen eine Hausmauer geprallt und hat dabei einen Schaden von rund 12.000 Euro verursacht. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Mann gegen 20.25 Uhr mit seinem Toyota im Schmelzweg unterwegs und verlor in einer leichten Kurve die Kontrolle über seinen Wagen. Dabei brach der Kombiwagen aus und landete schließlich an der Wand. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und stellten den Führerschein des Mannes sicher. Er muss nun mit einem Strafverfahren wegen Trunkenheit rechnen. Fraglich ist zudem, wie die Autoversicherung den Fall bewertet und ob sie den 47-Jährigen möglicherweise in Regress nimmt.

Eisplatte fliegt in Windschutzscheibe - Autobahn 66/Steinau a.d.Straße
Einen gehörigen Schrecken erlitt am frühen Sonntagmorgen der Fahrer eines schwarzen Skoda, als sich vom Dach eines vorausfahrenden Lastzugs eine größere Eisplatte löste und direkt in seine Windschutzscheibe flog. Dabei ging das Glas zu Bruch. Der 53-Jährige aus dem osthessischen Großenlüder war gegen 5.25 Uhr auf der Autobahn in Richtung Fulda unterwegs, als sich der Vorfall ereignete. Da der Fahrer des Lastzuges einfach weiterfuhr, leitete die Autobahnpolizei zunächst ein Verfahren wegen Unfallflucht ein. Allerdings prüfen die Beamten auch, ob der Brummifahrer überhaupt etwas von dem Unfall bemerkte. Dabei stellen die Beamten klar, dass LKW-Fahrer nach kalten Frostnächten die Dächer ihrer Fahrzeuge unbedingt von Schnee und Eis befreien müssen. Eine Vernachlässigung dieser Pflicht kann oft fatale Folgen haben, wenn sich kurz nach Fahrtantritt die schweren Platten lösen und auf die Fahrbahn oder - schlimmer noch - auf nachfolgende Fahrzeuge fallen. Im vorliegenden Fall ging es vergleichsweise noch glimpflich aus: der entstandene Sachschaden an der Scheibe dürfte sich auf etwa 500 Euro belaufen.


Polizeipräsidium Südosthessen