Streifenwagen rechts überholt
Gau-Bickelheim (ots) - Am frühen Sonntagmorgen des 29.04.2018 gegen 03.30 Uhr befand sich eine Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim im Baustellenbereich in Höhe der Anschlußstelle Worms auf der A61 Fahrtrichtung Koblenz.

Die Beamten hatten an ihrem Funkstreifenwagen neben der Warnblinkanlage auch Blaulicht und den Schriftzug Gefahr eingestellt, um einen gemeldeten Gegenstand auf der Fahrbahn in der Dunkelheit erkennen und beiseite räumen zu können. Zudem fuhr der Funkstreifenwagen mit einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h mittig auf der Fahrbahn, um ein Überholen anderer Verkehrsteilnehmer zu verhindern.
Nicht schlecht staunten die Beamten allerdings, als sie rechts von einem Audi überholt wurden, welcher mit rund 100 km/h am Streifenwagen vorbeidonnerte.
Ob dieser Dreistigkeit in Verbindung mit der noch vorhandenen Gefahrenstelle, wurde der niederländische Wagen eingeholt, überholt und konnte noch vor dem Gegenstand auf der Fahrbahn zum Stehen gebracht werden. Nachdem die Gefahrenstelle beseitigt war, wurden die Insassen mitsamt dem Fahrzeug auf dem Rastplatz Wonnegau einer Kontrolle unterzogen.
Hierbei konnten bei dem 21jährigen niederländischen Fahrer Anzeichen festgestellt werden, die auf einen zeitnahen Betäubungsmittelkonsum hindeuteten. Ein durchgeführter Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht der Beamten und reagierte positiv auf Cannabisprodukte.
Der junge Fahrer wurde zur Dienststelle verbracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Ermittlungen ergaben zudem, dass der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Daher wurde der Zündschlüssel zu dem Wagen sichergestellt.
Nun bot sich der 23jährige Beifahrer an, den Wagen weiterzufahren. Da dieser jedoch auch deutlich unter dem Einfluss von Drogen stand und ebenfalls flunkerte, was seinen Führerschein anging, mussten die beiden eine Zwangspause auf dem Rastplatz einlegen. Somit war der Rückweg des Kurztrips in eine Rheinmetropole jäh beendet.
Die Gefährlichkeit seines Handelns war dem 21jährigen indes nicht bewusst und er zeigte auch keine Einsicht. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Wagen mit dem Gegenstand auf der Fahrbahn kollidiert wäre.
Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen dem Führen eines Kraftfahrzeuges ohne Fahrerlaubnis und unter Einfluss von Betäubungsmitteln, sowie eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. Der Halter des Fahrzeuges hat sich dafür zu verantworten, den jungen Mann die Fahrt ermöglicht zu haben.

Eine tierische Verkehrskontrolle
Heidesheim (ots) - In dieser Woche führten die Beamten der Autobahnpolizei Heidesheim eine Verkehrskontrolle mit einem französischen Sprinter durch. Der Fahrer befuhr zuvor die BAB 60 im Bereich des Tunnel Hechtsheims in Richtung Frankfurt. Bei der anschließenden allgemeinen Verkehrskontrolle zeigte der 27jährige Franzose körperliche Auffälligkeiten, die den Anschein erweckten Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Da der Fahrer dies zunächst verneinte, wurde ein Drogenschnelltest vor Ort durchgeführt. Dieser Test bestätigte die zuvor festgestellten Auffälligkeiten. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, die Fahrzeugschlüssel wurden präventiv sichergestellt. Da sich der französische Fahrer mit der Sicherstellung der Fahrzeugschlüssel nicht einverstanden fand, wurde der Grund hierfür erfragt. Die Antwort auf seine Reaktion fanden die Beamten im Laderaum des Sprinters. Hierin befanden sich ca. 1200 lebende Labormäuse, -ratten, verpackt in entsprechenden Behältnissen wurden diese bei entsprechender Kühlung transportiert. Die Mäuse wurden in Frankreich gezüchtet und sind für Unternehmen in ganz Deutschland für medizinische Zwecke bestimmt. Nach ersten Angaben des Fahrers würde die Kühlung ausbleiben, sobald die Zündung des Fahrzeugs nicht eingeschaltet ist. Wie sich schnell heraus stellte, versuchte der Fahrer durch diese Behauptung im Besitz der Fahrzeugschlüssel zu bleiben. Das Fahrzeug verfügte bei genauer Nachschau über die Funktion einer Motorweiterschaltung, wodurch die Kühlung auch ohne Fahrzeugschlüssel aufrechterhalten werden konnte. Gegen den Fahrer lag zudem eine Fahrerlaubnissperre vor. Dies hatte zur Folge, dass dem Fahrer das Recht aberkannt wurde, von seiner französischen Fahrerlaubnis in Deutschland Gebrauch zu machen. Der Führerschein wurde sichergestellt, dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Ihm droht nun neben einer Anzeige wegen Führen eines Fahrzeugs unter Drogeneinfluss, eine Strafanzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Durch die Firma in Frankreich wurde ein Ersatzfahrer geschickt, welcher die Fahrt mit der kostbaren Ladung fortsetzten konnte.


Verkehrsdirektion Mainz
Polizeiautobahn