Telekom stattet Bundesliga-Stadien mit WLAN aus
Deutsche Fußballfans bald mit eigenem Zugang - Testlauf in Leverkusen
Die Deutsche Telekom will den Betreibern der Bundesliga-Stadien die Installation eines WLAN-Netzes schmackhaft machen. Der erste Verein, mit dem der Konzern ein dementsprechendes Abkommen getroffen hat, ist Bayer 04 Leverkusen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus.

Im Gespräch mit pressetext bezeichnet Telekom-Sprecher Dirk Wende die "BayArena" als "ideales Pilotprojekt". Die Installation des WLAN-Netzes sei angesichts des Fassungsvermögens von 30.000 Zusehern sehr praktikabel und der technische Aufwand überschaubar. Pünktlich zum Saisonauftakt am 9. August ist die erste Bewährungsprobe. Gespräche mit weiteren Stadionbetreibern seien gerade im Gange, darunter der Rekordmeister FC Bayern.

Kosten im siebenstelligen Bereich
Die Initiative der Telekom läuft unter dem Namen "Stadionvision". Sie beinhaltet drei Komponenten. Neben der WLAN-Versorgung werden zudem in der äußeren und inneren Stadionumgebung Videowalls installiert, auf denen die Fans das Spielgeschehen etwa auch beim Gang zum Getränkekauf mitverfolgen oder Gewinnspiele starten können. Hinzu kommt eine eigene Applikation für den Verein, womit er mit seinen Fans in Kontakt treten kann", erläutert Wende gegenüber pressetext.
Wie und ob die für den Stadionbetreiber anfallenden Kosten vom Verein auf den einzelnen Fan umgewälzt werden, ist noch nicht abzusehen. Die Anschaffungskosten bewegen sich jedenfalls im siebenstelligen Euro-Bereich, so die Telekom. Sollte der jeweilige Klub das WLAN-Angebot nicht als zusätzliches Gratis-Goodie für seine Anhänger verstehen, könnte eine Erhöhung der Stadionpreise die Folge sein.

Vorbild Großbritannien
Mit diesem Schritt in Richtung Connectivity zielt der deutsche Fußball mit der englischen Premier League gleich. Der traditionsreiche FC Liverpool bietet seinen Fans bereits seit dem Frühjahr den Zugang zu einem stadioninternen WLAN-Netz (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20130408002 ). Vergleicht man es mit Flughäfen, Bahnhöfen oder Gastronomiebetrieben, kommen Stadionbesucher erst vergleichsweise spät in den Genuss eines WLAN-Zugangs. Dabei ist vor allem ein gut besuchtes Fußballspiel immer wieder ein neuralgischer Punkt, wenn es um den Transfer von Daten oder den einwandfreien Mobilfunkempfang geht. Die Netze der Anbieter sind regelmäßig überlastet.
Kostenloses WLAN könnte hier Abhilfe schaffen und den Fan gleichzeitig näher an den Verein binden. Das Abrufen von Zwischenständen anderer Partien, der Dialog mit Gleichgesinnten und vieles mehr könnte mithilfe eines starken Netzes erheblich vereinfacht werden. Dass ausgerechnet Großbritannien und Deutschland bei dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle einnehmen, überrascht nicht. Letztlich stehen weltweit nirgendwo so moderne Fußballstadien wie in diesen zwei Ländern.


pressetext.redaktion Aussender: pressetext.redaktion

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