Die DB Regio will den Zentralbereich der Region Süd-west von Mainz nach Mannheim verlagern
In einer Veröffentlichung gegenüber den Mitarbeitern heißt es, dass das Geschäft im süd-westdeutschen Raum zukünftig nur noch aus einer Hand gesteuert werden soll.

Die Büros in den Bonifaziustürmen sollen zum 01.01.2015 aufgelöst werden. Davon betroffen sind ca. 20 Arbeitsplätze des so genannten Overhead Bereichs wie beispielsweise Marketing Funktionen. Interne Quellen berichten, dass die Vorbereitung für die Verlagerung bereits auf Hochtouren laufen.
Entsprechend groß ist die Betroffenheit unter den Mitarbeitern. Die Anfahrtswege zur Ar-beit werden sich für die meisten der Kolleginnen und Kollegen erheblich verlängern. Es ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass einige der Betroffenen ihren Job wechseln müssen oder den Arbeitsplatz verlieren werden, weil für sie die Entfernung zum neuen Arbeitsort unzumutbar ist.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG vermutet hinter dem Ganzen eine „Sala-mitaktik“. Durch die Zusammenlegung der beiden Regio-Betriebe nach dem Tod von Udo Wagner dem bisherigen Vorsitzenden der DB Regio Südwest könnte es zu weiteren Ab-baumaßnahmen kommen. Josef Janz von der EVG-Geschäftsstelle Mainz hat die Land-desregierung eingeschaltet. „Wir haben die Ministerpräsidentin angeschrieben“, so Janz. „Es ist für uns unverständlich, warum das Unternehmen Arbeitsplätze aus Mainz nach Ba-den Württemberg verlagert, wo das Land Rheinland-Pfalz mit 80 Prozent der größte Be-steller von Nahverkehrsleistungen bei DB Regio Südwest ist.“ Und weiter: „Der Betrieb hat nicht nur eine Verantwortung den langjährig Beschäftigten gegenüber, sondern auch dem Land Rheinland-Pfalz“. Die Landesregierung als größter Kunde der DB Regio dürfe sich solch eine Maßnahme nicht gefallen lassen, da in den letzten Jahren immer mehr Job’s der Bahn AG aus Rheinland-Pfalz abgezogen wurden, so Janz. Hier gilt, währet den An-fängen.

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft
Geschäftsstelle Frankfurt/Main