Koblenz-Ehrenbreitstein, Erstmitteilung - 2070 Js 45807/16 - Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt gegen eine 40jährige Frau aus Koblenz ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags.

Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Beschuldigte ihren 33 Jahre alten Lebensgefährten, mit dem sie sich in der Wohnung eines 49jährigen gemeinsamen Bekannten aufgehalten hatte, mit einem noch nicht feststehenden, spitzen Gegenstand erstochen hat, als der Bekannte vorübergehend seine Wohnung verlassen hatte. Bei seiner Rückkehr fand er das Opfer und alarmierte die Polizei. Aufgrund der unklaren Sachlage wurden zunächst sowohl die Beschuldigte als auch der Wohnungsinhaber in Polizeigewahrsam genommen. Nachdem aufgrund der durchgeführten  Ermittlungen ein Tatverdacht gegen den Wohnungsinhaber nicht begründet werden konnte, wurde er am Morgen des 07.08.2016 aus dem Gewahrsam entlassen.
Die Beschuldigte wurde am Abend des 07.08.2016 der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Koblenz vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz gegen die Beschuldigte Haftbefehl wegen Totschlags. Die Beschuldigte macht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
Zur Feststellung der genauen Todesursache soll die Leiche des 33jährigen Mannes morgen obduziert werden. Im Übrigen dauern die Ermittlungen – insbesondere zu den Hintergründen der Tat - an, so dass weitere Auskünfte auch auf Nachfrage nicht erteilt werden können.

gez. Gandner Oberstaatsanwalt
Staatsanwaltschaft Koblenz