Anklage gegen 31-jährigen wegen versuchten Totschlags in einer Tankstelle, 5 weitere Männer wegen Beihilfe angeklagt
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hatte der 31-Jährige am 25. Mai 2015 gegen 0:30 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Tankstellenpächter in dessen Tankstelle im Stadtgebiet von Kaiserslautern.

Nach dem Vorwurf der Anklage kehrte er 3 Stunden danach mit 5 jungen Männern aus Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße und Frankfurt am Main, jetzt zwischen 20 und 43 Jahre alt, zu der Tankstelle zurück und griff einen 28-Jährigen Mann aus dem Saarland an, den er irrigerweise für die Person hielt, mit der er die Auseinandersetzung gehabt hatte. Tatsächlich hatte sich das Opfer nur zufällig als Kunde mit ähnlicher Kleidung in der Tankstelle befunden. Der 31-Jährige trat dem 28-Jährigen nach dem Vorwurf der Anklage mit Tötungsvorsatz so heftig gegen den Kopf, dass dieser bewusstlos liegenblieb. In rechtlicher Hinsicht erhebt die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Totschlags. Den anderen Männern wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor, weil sie nach dem Ergebnis der Ermittlungen das Opfer zuvor zu Boden und für den Tritt in Position gebracht hatten. Der 31-Jährige räumte zunächst eine Beteiligung an dem Vorfall ein, zwei der weiteren Beschuldigten ebenfalls. Später machten alle von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Das Opfer erlitt eine Schädelprellung. Das Landgericht Kaiserslautern hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden.

Staatsanwaltschaft Kaiserslautern