Erstmitteilung - 2010 Js 74978/15 -Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes ein Ermittlungsverfahren gegen einen 37jährigen und einen 41 Jahre alten Mann aus Koblenz. Opfer ist ein 56 Jahre alter Mann, der gemeinsam mit dem 41 Jahre alten Beschuldigten in einer Wohnung in Koblenz gelebt hat.

Der 37jährige war zuletzt in Saarbrücken gemeldet. Nach den bisherigen Ermittlungen erwürgte der 41 Jahre alte Beschuldigte in Absprache mit dem 37jährigen Beschuldigten das Opfer am Morgen des 13.11.2015 in der Wohnung in Koblenz, um ihm Bargeld und sonstige Wertgegenstände zu entwenden.
Die Leiche wurde erst am Nachmittag des 03.12.2015 aufgrund eines Hinweises eines von dem 41 Jahre alten Beschuldigten beauftragten Rechtsanwaltes in der Wohnung des Opfers gefunden.
Der 37jährige Beschuldigte konnte bereits am 04.12.2015 in Koblenz und der 41 Jahre alte Beschuldigte am 07.12.2015 nach intensiven Fahndungsmaßnahmen der bei der Kriminaldirektion Koblenz eingerichteten Ermittlungsgruppe in Frankfurt am Main festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz hat der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Koblenz gegen beide Beschuldigten Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes erlassen. Während der 41jährige Beschuldigte die Tat einräumt, macht der 37 Jahre alte Beschuldigte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
Aus ermittlungstaktischen Gründen kann die Unterrichtung der Öffentlichkeit erst heute erfolgen. Da die Ermittlungen weiter andauern, bitte ich um Verständnis, dass weitergehende Auskünfte – auch auf telefonische Nachfrage – zurzeit nicht erteilt werden.
Gemäß § 152 Abs. 2 der Strafprozessordnung ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet zu ermitteln, wenn ihr zureichende tatsächliche Hinweise auf verfolgbare Straftaten bekannt werden. Die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft bedeutet mithin weder, dass Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens sich tatsächlich strafbar gemacht haben noch dass für ihre spätere Verurteilung eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht.


gez. Kruse Leitender Oberstaatsanwalt
Staatsanwaltschaft Koblenz