Krebserregende Nitrosamine auf den Fingern
Für die aktuelle August-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin 25 Nagellacke im Labor genau untersuchen lassen. Es zeigte sich, dass viele Marken ein Problem mit krebserregenden Nitrosaminen, bedenklichen UV-Filtern und anderen Schadstoffen haben.

Neun Produkte erhalten deshalb das Testurteil „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Zum Glück gibt es aber auch Marken, die besser abschneiden. Eine Naturkosmetikmarke geht mit „sehr gut“ aus dem Test, vier Nagellacke schneiden mit „gut“ ab.
Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung von ÖKO-TEST sind erschreckend: In insgesamt 19 von 25 Nagellacken hat das Labor Nitrosamine gefunden. Laut Kosmetikverordnung ist dieser Schadstoff in Kosmetik verboten. Nitrosamine sind krebserregend. Die Aufnahme von Nitrosaminen sollte daher möglichst gering sein.
Ein weiterer Kritikpunkt: In 16 Marken stecken bedenkliche UV-Filter. Die Hersteller setzen sie ein, um die Lacke in ihren Glasfläschchen vor Sonnenlicht zu schützen. Einige Filter stehen aber in Verdacht, hormonell wirksam zu sein. ÖKO-TEST wertete es außerdem ab, wenn ein Lack erhöhte Mengen des bedenklichen Lösungsmittels Styrol enthält, das beim Einatmen gesundheitsschädlich ist.
Wer es auf den Nägeln bunt liebt, aber Nitrosamine meiden möchte, sollte zu Naturkosmetik greifen, so der Rat von ÖKO-TEST. Auch Klarlacke enthielten im Test seltener Nitrosamine als Farblacke. Außerdem sollte man den Nägeln ab und zu Erholungsphasen gönnen und auf Nagellack verzichten.
Das ÖKO-TEST-Magazin August 2017 gibt es seit dem 27. Juli 2017 im Zeitschriftenhandel.
 
 
ÖKO-TEST Verlag GmbH

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