Guten Rutsch. Manche Gleitgele enthalten bedenkliche oder umstrittene Konservierungsmittel.
Aktuelle Gleitmittel werben damit, schadstoff- und parfümfrei zu sein. Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte wissen, ob das stimmt, und hat 20 Produkte – vom Klassiker bis hin zum Kinderwunsch-Gleitgel – ins Testlabor geschickt. Immerhin zwölf halten uneingeschränkt, was sie versprechen.

Acht Marken machen jedoch weniger Spaß.
Gleitmittel sind nicht nur als Spaßmacher für unbeschwerte Stunden zu zweit gedacht, sie haben auch echten medizinischen Mehrwert, wenn Frauen unter Scheidentrockenheit leiden. Diese kann etwa während und nach der Schwangerschaft oder nach den Wechseljahren auftreten und hat dann meist hormonelle Gründe.  Auch Stress durch unerfüllten Kinderwunsch kann die Ursache sein.
Fast drei Viertel der getesteten Gleitgele bekommen von ÖKO-TEST das Gesamturteil „sehr gut“ oder „gut“. Insbesondere die parfümfreien Gleitgele auf Wasserbasis punkten. Vier Gleitmittel fallen mit „ungenügend“ oder „mangelhaft“ durch. Kritikpunkt ist, dass die Produkte Schadstoffe enthalten. Dazu zählen etwa bedenkliche oder umstrittene Konservierungsmittel wie Polyhexanid, welches von der EU als Gefahrenstoff eingestuft ist. In vier Gelen hat das Labor PEG/PEG-Derivate gefunden, welche die Haut durchlässiger machen. Statt natürlichen Ölen enthält ein Gel zudem Paraffin. Mit diesem können dann krebsverdächtige aromatische Kohlenwasserstoffe an die Genitalien kommen. Auch Silikon im Gleitgel kritisiert ÖKO-TEST.
Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2017 gibt es seit dem 27. April 2017 im Zeitschriftenhandel.
 
 
ÖKO-TEST Verlag GmbH

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