Unfall mit Straßenbahn endet glimpflich
Am frühen Sonntagmorgen wurde die Feuerwehrleitstelle der Berufsfeuerwehr Mainz von der Leitstelle der Mainzer Verkehrsgesellschaft informiert, dass es in Gonsenheim zu einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Fußgänger gekommen sei.

Die Person sei unter der Straßenbahn eingeklemmt.  Daraufhin alarmierten die Disponenten der Feuerwehrleitstelle umfangreiche Einsatzkräfte von beiden Wachen der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Gonsenheim zur Einsatzstelle.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte die Straßenbahn auf Höhe der Inselkirche im Übergang zwischen Elbestraße und Breite Straße lokalisiert werden. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Straßenbahnfahrer im letzten Moment festgestellt, dass sich dort im Gebüsch ein junger Mann einen Schlafplatz eingerichtet hatte, nur seine Beine ragten in die Fahrbahn hinein. Trotz der sofort eingeleiteten Notbremsung kam die Straßenbahn nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und erfasste die Beine so, dass er aus dem Gebüsch gezogen und zwischen Straßenbahn und Gebüsch eingeklemmt wurde.
Obwohl die erste Meldung schlimmes erahnen ließ, hatte der junge Mann unfassbares Glück und wurde weder von der Straßenbahn überrollt, noch anderweitig schwerer verletzt. Er zog sich nach ersten Erkenntnissen lediglich leichte Verletzungen zu und konnte durch die Feuerwehr innerhalb von kürzester Zeit befreit werden. Nach einer medizinischen Erstversorgung durch Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr wurde der Patient an den Rettungsdienst übergeben, welcher ihn in eine Mainzer Klinik transportierte.
Die Rekonstruktion des Unfallgeschehens wird durch die Polizei durchgeführt.
 
Einsatzleiter:         Brandoberinspektor Jan Peuser   
Fahrzeuge BF/FF: 1 Kommandowagen, 2 Einsatzleitwagen, 2 Hilfeleistungslöschfahrzeuge, 1 Wechsellader mit Abrollbehälter Technische Hilfeleistung/ 1 Löschfahrzeug FF Gonsenheim   
Personal BF/FF: 17 Einsatzbeamte der Berufsfeuerwehr/ 6 Einsatzkräfte FF Gonsenheim   
Schadenshöhe: kein Sachschaden

Boot auf dem Rhein befreit
Ein sehr zeitaufwendiger Einsatz auf dem Rhein hat heute die Feuerwehr Mainz beschäftigt.  Ein 50jähriger Mann aus dem Saarland war mit seinem etwa neun Meter langen Kajütboot MS Bluma „zu Berg“ unterwegs. Vermutlich weil er zwei zu Tal fahrenden Schiffen ausweichen musste, geriet er  bei Rheinkilometer 491,3 bei dem zurzeit sehr niedrigen Wasserstand des Rheins in Flachwasser und fuhr sich fest. Eigene Befreiungsversuche scheiterten und darum alarmierte der havarierte Bootsführer die Wasserschutzpolizei, die wiederum die Feuerwehr hinzurief.
Gegen 16.00 Uhr rückte die Berufsfeuerwehr mit einem Mehrzweckboot mit drei Mann zur Unglücksstelle aus und machte an dem havarierten Boot fest. Die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Laubenheim wurde ebenfalls alarmiert.  Das Unglücksboot war inzwischen manövrierunfähig, es hatte Schieflage und mehrere hundert Liter Wasser waren durch ein Leck ins Bootsinnere gelaufen. Von der Feuerwehr musste das Boot nun mit einer Pumpe soweit leer gemacht werden, dass es von einem Schiff des Wasserschifffahrtsamtes freigezogen und abgeschleppt werden konnte.
Diese Arbeiten waren sehr aufwendig und schwierig, was später durch die einsetzende Dunkelheit noch weiter erschwert wurde. Schließlich waren die Bemühungen der Feuerwehr erfolgreich und die MS Gunther vom Wasserschifffahrtsamt konnte das Boot freiziehen und abschleppen. Erst nach 22 Uhr war der Einsatz beendet. Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.
 
Einsatzleiter:          BA Klemens Boenke/BI Michael Hanke   
Fahrzeuge BF/FF: BF: 1 Einsatzleitwagen, 1 Mehrzweckboot, 1 LKW  FF: 2 Löschfahrzeuge  
Personal BF/FF: 7 Mann BF, 14 Mann FF Laubenheim   
Schadenshöhe: unbekannt          


Feuerwehr Mainz