Dass die Sommer wärmer werden und die Temperaturspitzen nach oben gehen, verspüren nicht nur die Großstädter.
Auch die Vegetation hat sich auf die Veränderungen einzustellen. Waren in den vergangenen Jahrzehnten die städtischen Bäume ohnehin schon durch die besonderen Standortbedingungen inmitten von Fahrbahnen, Bodenversiegelungen und Häuserfassaden in ihrem Lebensraum stark eingeschränkt,

so werden die sich veränderten Temperaturverläufe unseren „Sauerstoffspendern“ zusätzliche Schwierigkeiten bereiten.
Grundvoraussetzung für das Überleben ist auch hier die ausreichende Verfügbarkeit von Wasser. Das normale Wässern mit dem Schlauch gestaltet sich aufgrund kleiner und oftmals extrem verdichteter Baumscheiben schwierig. Aus diesem Grund hat das Grün- und Umweltamt in den letzten Tagen rund 40 sogenannte Baumbewässerungssäcke an Jungbäumen angebracht.
Schwerpunkt dieser Aktion ist die Altstadt. Die Säcke fassen rund 60 Liter Wasser und geben das feuchte Nass über die perforierte Außenhülle in einem Zeitraum von ca. 6 -10 Stunden kontinuierlich und langsam an die direkte Umgebung ab. Damit ist ein pflanzenverfügbares Versickern des Wassers im Wurzelbereich möglich und hilft damit, Trockenperioden zu überwinden. Das Fachamt bittet daher darum, die Säcke nicht zu beschädigen oder zu entfernen, damit unsere städtischen Bäume vital und gesund über den Sommer kommen.


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