Stadt will Flüchtlinge in fünf Gebäuden der ehemaligen Housing Area in Gonsenheim unterbringen
Die Stadt Mainz muss derzeit rund 35 Flüchtlinge pro Woche aufnehmen und mit einem Rückgang der Zuweisungszahlen ist nicht zu rechnen. Vielmehr wird derzeit für 2016 mit 1.200 Personen gerechnet. Bereits mit Stand vom 04. August 2015 waren die in den Gemeinschaftsunterkünften und der Notunterkunft vorhandenen 894 Plätze fast vollständig ausgeschöpft.

Eine Belegung der Gemeinschaftsräume oder die Einrichtung einer weiteren Notunterkunft konnte gerade noch durch die vorzeitige Fertigstellung eines der weiteren Gebäude in der Zwerchallee vermieden werden. Dort wurde bereits am 11. August mit der Belegung begonnen.
Davon ausgehend, dass die Höhe der wöchentlichen Zuweisungen gleich bleibt, sind im Jahr 2015 noch rund 600 Personen aufzunehmen. In den bestehenden Unterkünften und nach Fertigstellung des Ausbaus der Zwerchallee stehen noch rund 300 Plätze zur Verfügung. Um den Bedarf für 2015 vollständig zu decken, müssen demnach noch rund 300 neue Plätze geschaffen werden. Diese Plätze sollen nun nach Vorstellung des Stadtvorstandes in fünf vom Bund angebotenen Gebäuden in der ehemaligen Housing Area geschaffen werden. Voraussetzung ist am 26. August die Zustimmung des Ferienparlamentes zur Anmietung und Herrichtung der Gebäude.
Auf dem überwiegenden Teil des Geländes möchte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Wohnraum realisieren. Auf Seiten der Stadt vorgesehen ist die Anmietung und Herrichtung von fünf Gebäuden inklusive des zu dem Gelände gehörenden Spielplatzes. Hinzu kommt die Einrichtung einer psychosozialen Betreuung mit dem üblichen Betreuungsschlüssel von 1 : 100 im Wege der öffentlichen Ausschreibung. Da die Unterkunftsplätze schnellstmöglich benötigt werden, soll auch in diesem Fall die Wohnbau Mainz GmbH mit der Herrichtung und dem laufenden Betrieb beauftragt werden. Grundsätzlich wird von einer möglichen Nutzung von mindestens fünf Jahren ausgegangen.
Die Überlassung der Gebäude durch den Bund ist für den 01. September 2015 geplant. Im Rahmen der Beteiligung des Bundes an den Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen wird die BImA die bundeseigenen Liegenschaften mietfrei zur Verfügung zu stellen. Die laufenden Heiz- und Betriebskosten sowie die Herrichtung der fünf Gebäude als Gemeinschaftsunterkünfte sind von der Stadt Mainz zu tragen.

mainz.de